Über Reisen, Yoga und das Mensch sein

La Ola!

Heute machten Gerhard und ich uns  auf in Richtung “The Wave”. Wir hatten die Permits, der Tank war voll und wir waren guter Dinge als wir die knapp 2 stündige Fahrt begonnen.

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Auf einem Großteil des Weges lag und fiel Schnee, aber meine Erfahrungen von gestern zeigten ja, dass es an der Wave bestimmt besser ist…

Bis 30km vor der Abzweigung auf die Dirt Road (völlig unbefestigter Weg) zur Wave schneite es und es lag immer noch ordentlich Schnee.

Langsam wurde ich skeptisch, ob wir die Dirt Road passieren können. Bei stärkerer Nässe wäre die Straße wegen des hohen Lehmanteils unpassierbar gewesen.

Die Nervösität stieg weiter, aber nur ein paar Kilometer vor der Abzweigung riss der Himmel auf und es wurde sogar etwas sonnig. Die 8 Meilen Dirt Road waren also überhaupt kein Problem.

Am Wirepass Trailhead Parkplatz angekommen zogen wir uns dick an, weil der Wind recht fies wurde und zogen los.

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Wir orientierten uns an den Unterlagen, die ich gestern an der Paria Station bekommen hatte. Dort waren auch GPS Koordinaten markannter Punkte angegeben, sodass wir dem Weg problemlos fanden.

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Der Weg war großartig! Die Landschaft veränderte sich ständig und schnell vergaßen wir völlig die Zeit. Ja, wir freuten uns auf die Wave, aber hier war wie es schön heißt mal wieder der Weg das Ziel.

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Wir hielten sehr häufig an, kletterten auf Hügel, krochen auf dem Boden herum und machten haufenweise Fotos (da müsst Ihr jetzt  durch 😉 ).

Ständig wurden wir vom Wetter daran erinnert, wer hier das Sagen hat. Wir wurden entweder mit Sand oder mit Schnee/Hagel “verprügelt”. Gebirgsketten die klar zu erkennen waren, verschwanden innerhalb von 2 Minuten in Schneewolken und tauchten ebenso schnell wieder auf. Es wurde kalt, es wurde “warm”, wir lachten, fluchten und zogen voller Tatendrang weiter.

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Ich weiß nicht wie oft wir nach neuen Adjektiven suchten um dies alles zu beschreiben, aber selbst mit vielen Worten kann man nicht herüberbringen, wie grandios diese Landschaft war.

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Nach insgesamt 6 Punkten, die wir mit dem GPS ansteuerten, tippten wir die letzten Koordination ein: “The Wave”.

Nach einem recht steilen, durch Sand und Co. etwas zäheren Anstieg erreichten wir ein Plateau. Gerhard lies mich vorgehen. Er sagte mir gebühre die Ehre, weil ich mich um alles gekümmert habe.

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Dann betrat ich den Eingang zur Wave. Der Anblick verschlug mir die Sprache und rührte mich sehr. Im folgenden lasse ich also lieber die Fotos sprechen.

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Wir erkundeten einige Zeit das Gebiet und machten uns etwas erschlagen von so vielem auf den Rückweg. Der Wind wurde sehr unangenehm und wir waren froh als wir wieder im Auto sitzen durften. Es war Sand überall! In den Ohren,  in den Augen, im Rucksack, in den Taschen, etc. An meiner Kamera knirschten ein paar Stellräder, aber es musste genau so sein.

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Auf dem Rückweg fanden wir noch 5 Geocaches und genossen den Weg durch den Zion bei noch nicht vollständiger Dunkelheit.

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Wir futterten noch etwas in Oscar’s Cafe und wieder zurück im Hotel schlief ich augenblicklich ein. (Deswegen auch der späte Blogeintrag 😉 )

Alle Fotos gibt es wieder unter https://goo.gl/photos/j4y7RsUFyDihHKZH7

Jens